Mit viel Schnee und Blitzeis: Erneutes Winterchaos droht

Ava

Deutschland steht erneut vor einer markanten Winterlage. Nahezu spiegelbildlich zur Vorwoche baut sich auch in diesen Tagen eine Wetterkonstellation auf, die verbreitet starken Schneefall und gefährliche Straßenverhältnisse bringen kann. Besonders am Donnerstag rechnen Meteorologen regional mit erheblichen Neuschneemengen – in einigen Mittelgebirgslagen sind sogar bis zu 30 Zentimeter möglich.

Laut Prognosen von The Weather Channel entwickelt sich ein neues Tiefdruckgebiet, das weite Teile Süd- und Mitteldeutschlands erfasst. Neben kräftigem Schneefall besteht örtlich auch die Gefahr von Blitzeis.

Schneefall startet im Südwesten

Bereits am Mittwoch setzen im Südwesten die ersten Niederschläge ein. Betroffen sind vor allem Baden-Württemberg, das Saarland, die Südpfalz sowie Bayerisch-Schwaben. In diesen Regionen beginnt es zunächst verbreitet zu schneien.

Auch in höheren Lagen wie dem Schwarzwald und der Schwäbische Alb können sich bereits zur Wochenmitte markante Schneemengen ansammeln. Dort ist aufgrund der Höhenlage mit einer stabilen Schneedecke zu rechnen.

Meteorologe Jan Schenk warnt vor einer dynamischen Entwicklung: Zunächst ziehe ein erstes Niederschlagsband durch, anschließend drücke sich ein neues Tiefdruckgebiet weiter nach Deutschland hinein. Diese Kombination könne die Lage am Donnerstag weiter verschärfen.

Donnerstag: Schneetief erreicht die Landesmitte

Am Donnerstagvormittag intensiviert sich der Schneefall deutlich. Das Tief, das sich zuvor im Raum Paris gebildet hat, verlagert sich in Richtung Süd- und Südwestdeutschland und breitet sich im Tagesverlauf bis in die Mitte des Landes aus.

Innerhalb weniger Stunden können dabei fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee fallen. In den Mittelgebirgen sind nach aktuellen Berechnungen sogar zehn bis 20 Zentimeter möglich. In exponierten Lagen – etwa im Hunsrück oder in der Eifel – sind in Extremfällen auch 20 bis 30 Zentimeter nicht ausgeschlossen.

Besonders problematisch könnte die Situation auch im Tiefland werden. Bleibt der Schneefall länger stationär über einer Region, kann sich selbst dort eine geschlossene Schneedecke bilden. Das erhöht die Gefahr von Verkehrsbehinderungen erheblich.

Blitzeis erhöht Unfallrisiko

Neben starkem Schneefall warnen Meteorologen zusätzlich vor möglichem Blitzeis. Vor allem in einem Streifen von Köln bis zum Bayerischen Wald könnte es zeitweise zu gefährlichen Glättebedingungen kommen.

Blitzeis entsteht, wenn Regen oder Schneeregen auf gefrorenen Boden trifft und dort schlagartig gefriert. Straßen, Gehwege und Brücken können sich innerhalb kürzester Zeit in spiegelglatte Flächen verwandeln. Für Autofahrer, Fußgänger und den öffentlichen Verkehr bedeutet das ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko.

Gerade in den Morgenstunden und während des Berufsverkehrs am Donnerstag könnte sich die Lage zuspitzen. Pendler sollten daher mehr Zeit einplanen und aktuelle Wetter- sowie Verkehrsmeldungen beachten.

Schneesummen bis Freitag

Bis Freitagvormittag summieren sich die Niederschläge in vielen Regionen spürbar. Besonders im Bergland kommen einige Zentimeter zusammen, teils auch deutlich mehr. Doch auch in tieferen Lagen dürfte es vielerorts weiß werden.

Die Kombination aus intensiven Schneeschauern und teils länger anhaltenden Niederschlägen sorgt dafür, dass der Winter vorübergehend mit voller Kraft zurückkehrt. Räum- und Streudienste dürften im Dauereinsatz sein.

Norden und Osten mit Verschnaufpause

Während Süd- und Mitteldeutschland vom Wintereinbruch betroffen sind, zeigt sich das Wetter im Norden und Osten deutlich ruhiger. Dort bleibt es zeitweise sonnig und weitgehend trocken.

Nach dem Höhepunkt der Schneefälle am Donnerstag ziehen sich die Niederschläge in der Nacht zum Freitag allmählich in Richtung Alpen zurück. Anschließend beruhigt sich die Wetterlage spürbar.

Mit aufklarendem Himmel sinken jedoch erneut die Temperaturen. Die Kombination aus Restfeuchte auf Straßen und nächtlichem Frost kann auch dann noch für örtliche Glätte sorgen.

Ausblick: Kurzfristige Entspannung, weiterhin winterlich

Nach dem Durchzug des Tiefs stellt sich vorübergehend ruhigeres Winterwetter ein. Es wird verbreitet klarer, zugleich aber wieder kälter. Damit bleibt die winterliche Atmosphäre zunächst erhalten, auch wenn das akute Schneetief abzieht.

Ob sich die Wetterlage in den kommenden Tagen erneut zuspitzt, hängt von der weiteren Entwicklung der Tiefdruckgebiete über Westeuropa ab. Fest steht: Der Winter zeigt sich in dieser Woche noch einmal von seiner intensiven Seite – mit viel Schnee und potenziell gefährlichem Blitzeis.

Moorie

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